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Diabetes und Schwangerschaft

Typ-1-Diabetes und Schwangerschaft

Frauen mit Typ-1-Diabetes, die eine Schwangerschaft planen, sollten einen HbA1c-Wert von unter 6,5 %1 anstreben, um das Risiko negativer Folgen für Mutter und Kind zu verringern2.

Eine optimale Therapieeinstellung bei der Empfängnis und in der gesamten Schwangerschaft ist mit einem geringeren Risiko für geburtshilfliche und neonatale Komplikationen wie Makrosomie, Einweisung auf die Neugeborenen-Intensivstation, Frühgeburt und perinataler Tod verbunden3.

Ein optimales Glukosemanagement, das den Fetus vor anhaltender Hyperglykämie schützt, ohne das Risiko einer mütterlichen Hypoglykämie zu erhöhen, ist eine Herausforderung.

Faktoren, die zu einer erfolgreichen Schwangerschaft mit Typ-1-Diabetes beitragen

  1. Interdisziplinäre medizinische Unterstützung: Endokrinologen, Gynäkologen, Diabetesberater, Ernährungsexperten und Hebammen spielen eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und das Wohlbefinden der werdenden Mutter und ihres Kindes. Eine intensive Unterstützung beim Diabetes-Management hat sich als wirksam erwiesen, um ein besseres Glukosemanagement zu erreichen.4

  2. Diabetes-Technologie: Unabhängig von der Diabetes-Therapieoption (MDI oder CSII) haben sich CGMs als wirksam erwiesen, um ein besseres Glukosemanagement zu erreichen, auch wenn sie nicht ausreichen, um die empfohlenen Glukoseziele in der Schwangerschaft zu erreichen.5 Die Therapie mit einem automatisierten Insulindosierungs-System (AID) bietet zusätzliche Vorteile, da sie es schwangeren Frauen ermöglicht, einen mittleren Glukose- und HbA1c-Wert im Zielbereich zu erreichen, ohne dass sich das Risiko einer Hypoglykämie erhöht.4

  3. Optimierung des Lebensstils: Gewichts- und Stressmanagement, Bewegung und Ernährung tragen zur allgemeinen Gesundheit und zum Erreichen stabilerer Glukosewerte bei.6

Ein ganzheitlicher Ansatz, der die Betreuung vor und während der Schwangerschaft, den Lebensstil, pharmakologische, psychosoziale und technologische Aspekte einbezieht, hilft, das Risiko für perinatale Komplikationen für Frauen mit Typ-1-Diabetes zu verringern. Schematische Darstellung nach [6].

Glukoseziele während der Schwangerschaft

Um das Risiko für fetale und maternale Komplikationen vor und während der Schwangerschaft zu reduzieren, werden die Zielwerte angepasst.

Empfohlene Glukoseziele vor und während der Schwangerschaft bei Typ-1-Diabetes

Insulinbedarf in der Schwangerschaft

Unerwartete Schwankungen des Insulinbedarfs bergen für die Mutter das Risiko von Hypo- und Hyperglykämien. Der Insulinbedarf und das Glukosemanagement variieren im Schwangerschaftsverlauf, wobei sich die Richtung dreimal ändert8:

Durchschnittlicher Insulinbedarf und Blutzuckerwerte bei Schwangeren mit Typ-1-Diabetes. Grafik nach [7].

  1. Im ersten Trimenon ist der Insulinbedarf eher reduziert und instabil. Aufgrund plötzlicher Veränderungen der Insulinsensitivität kann es zu häufigeren Hypoglykämien, auch schweren, kommen.

  2. Im zweiten Trimenon, ca. ab der 16. Woche,steigt der Insulinbedarf. Mit zunehmender Insulinresistenz verbessert sich der kapillare Glukosewert. Die beste Glukosekontrolle wird ab der 30. Woche erreicht.

  3. Ca. 2–4 Wochen vor der Entbindung sinkt der Insulinbedarf wieder etwas. Unmittelbar nach der Entbindung fällt der Insulinbedarf auf ein Niveau, welches unter dem Bedarf vor der Schwangerschaft liegt.

Die Abbildung unten zeigt ein typisches Szenario einer erhöhten Insulinresistenz. Mit fortschreitender Schwangerschaft wird mehr Insulin benötigt, um das gleiche Glukoseziel zu erreichen. Die Anpassung der Korrekturboli und des Kohlenhydrat-Insulin-Verhältnisses ist entscheidend für eine gute Glukosekontrolle. Ein AID-System ist bei dieser Herausforderung sehr hilfreich, da er die Insulinabgabe anhand der CGM-Messwerte und prädiktiven Glukosewerte bis zu 4 Stunden im Voraus automatisch anpasst.

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Erfahren Sie, wie Sie Typ-1-Diabetes während der Schwangerschaft mit einem AID-System (automatisiertes Insulindosierungs-System) behandeln können.
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Sicherheit und Wirksamkeit von AID-Systemen in der Schwangerschaft

Die kürzlich veröffentlichte randomisierte kontrollierte Studie AiDAPT4 ist die bisher größte Studie zu diesem Thema. In der Studie wurde CamAPS FX bei 61 schwangeren Frauen untersucht. Dabei zeigte sich eine signifikante Verbesserung der mütterlichen Glukosewerte im Vergleich zur herkömmlichen Insulinabgabe (63 Teilnehmerinnen):

  • Die Frauen, die CamAPS FX verwendeten (n = 61), verbrachten signifikant mehr Zeit im schwangerschaftsspezifischen Zielbereich und wiesen niedrigere durchschnittliche Glukose- und HbA1c-Werte auf als die Frauen der Kontrollgruppe (n = 63).

  • Diese Verbesserung wurde erreicht, ohne dass es einen Unterschied in der Zeit gab, die im hypoglykämischen Bereich verbracht wurde.

  • Die Vorteile wurden unmittelbar nach dem Beginn der Nutzung von mylife CamAPS FX beobachtet und hielten während der gesamten Schwangerschaft an.

  • Alle befragten Frauen berichteten von einer angenehmeren Schwangerschaft aufgrund der AID-Therapie9.

Glukosekontrolle insgesamt mit CamAPS FX verbessert.
Signifikante Senkung der mittleren Glukose- und HbA1c-Werte bei Verwendung von CamAPS FX
Download der Studienzusammenfassung

CamAPS ist eine eingetragene Marke von CamDiab Ltd.

Management von Typ-1-Diabetes in der Schwangerschaft mittels AID-System (automatisiertes Insulindosierungs-System)

Sehen Sie sich das Video von Prof. Helen Murphy zu den wichtigsten Ergebnissen der AiDAPT-Studie an.

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Insulinpumpen und Systeme zur automatisierten Insulinabgabe (AID) können die Blutzuckerkontrolle verbessern, schliessen jedoch das Risiko einer diabetischen Ketoazidose (DKA) nicht aus.Da diese Systeme ausschliesslich schnellwirkendes Insulin verwenden, kann jede Unterbrechung der Insulinzufuhr (z. B. Ausfall des Infusionssets, Pumpenokklusion, leeres Reservoir oder Gerätefehler) schnell zu Ketose und DKA führen, selbst wenn die Blutzuckerwerte nicht deutlich erhöht sind.

Fachkräfte im Gesundheitswesen sollten sicherstellen, dass die Anwender das Risiko einer DKA im Zusammenhang mit Pumpen- und AID-Therapie verstehen, insbesondere in Situationen, in denen die Insulinzufuhr unterbrochen werden könnte. Die Anwender sollten geschult werden, Lieferprobleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben, zu wissen, wann und wie Ketone zu kontrollieren sind, und im Bedarfsfall sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es wird empfohlen, immer eine verlässliche Backup-Methode zur Insulinverabreichung bereitzuhalten.

Diese Informationen dienen allgemeinen Bildungszwecken und richten sich an Fachkräfte im Gesundheitswesen. Sie ersetzen nicht das individuelle klinische Urteil und keine patientenspezifische medizinische Beratung.